Warum moderne Standards?

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Stellen Sie sich vor, Ihr Neuwagen hätte unter seiner beeindruckenden Karosserie eine eigentümliche Motortechnik, die nur der Hersteller selbst warten könnte und die in jeder freien Werkstatt für Kopfzerbrechen und teure Extraschichten sorgen würde. Einen solchen Wagen kann sich sicher niemand von uns leisten. Leider verhält es sich analog mit vielen Webseiten. Hinter der Fassade werkelt ein Code aus den Gründerzeiten des Internets, der zwar »irgendwie funktioniert«, für heutige Suchmaschinen und Webdesigner jedoch kaum nachzuvollziehen ist. Die Folgen: Die Seite wird nicht gefunden oder rangiert in den Suchergebnissen auf den hinteren Plätzen. Muss das Projekt gewartet oder überarbeitet werden, entstehen hohe Kosten. Schon kleinste Änderungen erfordern lange Einarbeitungszeiten, und selbst der ursprüngliche Seitenersteller findet sich nur mit Mühe in seinem Werk zurecht.

Standardkonform - Macht aber nichts.

Modernes Webdesign basiert auf validem Code, der sich an den Standardvorgaben des W3-Konsortiums orientiert. Das klingt ein wenig streng, bedeutet aber nur, was in anderen Bereichen schon lange gute Gepflogenheit ist: Man respektiert gewisse Normen, damit alle Beteiligten besser zusammenarbeiten können. Das heißt für ein Internetprojekt, dass die Benutzer eine leicht bedienbare, funktionelle Webseite vorfinden, die barrierearm ist und deshalb gleich gut auf unterschiedlichsten Browsern und Geräten angezeigt wird und zum Beispiel auch sehbehinderte Menschen nicht ausschließt. Der Seitenbetreiber kann sicher sein, dass sein Projekt zu niedrigen Kosten auch von Dritten gewartet und gepflegt werden kann, selbst wenn sein ursprünglicher Webdesigner sich entschließt, sein Leben offline in Papua-Neuguinea zu verbringen. Außerdem lieben Suchmaschinen standardkonforme Seiten. Eine saubere Trennung von Struktur, Gestaltung und Dynamik sorgt für gute Indexierbarkeit durch Google und Co. Der Rückschluss von professionellem Code auf ein seriöses Webangebot beschert einer Seite höhere Positionen in den Suchergebnislisten und damit deutlich mehr Besucher und Umsatz.

So machen wir das!

Zu den Voraussetzungen für eine suchmaschinenfreundliche, barrierearme Webseite gehören ein semantischer Quellcode und die Trennung von (X)HTML, CSS und Javascript. Der Quellcode der X(HTML)-Dokumente soll also nur die inhaltliche Struktur der Seite wiedergeben, das Design liegt in einer CSS-Datei und auch die Spezialeffekte mittels Javascript werden eigens ausgelagert. Auf diese Weise erschließt sich der Aufbau des Projektes leichter und ermöglicht kostengünstige Wartung. Tabellenlayouts und Frames gehören der Vergangenheit an, denn Suchmaschinen finden den darin enthaltenen Content schlechter oder überhaupt nicht. Damit sich Sehbehinderte, die sich besonders intensiv im Internet informieren, eine Seite mit einem Screenreader oder einer Braillezeile erschließen können, soll sie auch ohne CSS und Javascript funktionieren. Skiplinks, im normalen Browser unsichtbar, bieten dem Blinden im Seitenkopf die Möglichkeit, zu Navigation oder Inhalt zu springen, ohne sich erst die gesamte Seite vorlesen zu lassen. Ohnehin sollte die Navigation ohne Javascript möglich sein, das in manchen Firmennetzwerken aus Sicherheitsgründen ausgeschaltet ist. Bilder bekommen für den Fall, dass sie nicht angezeigt werden können, einen aussagekräftigen Alternativtext zugewiesen. Ausreichende Schriftgrößen und Farbkontraste erleichtern die Arbeit am Bildschirm zusätzlich. Schließlich ermöglicht ein flexibles Layout die Skalierung der Schriften auf eine für den Benutzer angenehme Größe.